UK

UK an unserer Schule – ein wesentliches Element unseres Schulalltags

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(wie heißt es so schön: under construction...)

Durch Kommunikation gestalten wir unsere Beziehungen, indem wir miteinander in Kontakt treten und sprechen. So wirken wir auf unsere Umwelt ein und erschließen sie uns gleichzeitig.

Für uns und die meisten anderen Menschen ist der Gebrauch von Kommunikation und Sprache alltäglich.

Viele unserer SchülerInnen sind im Bereich der Kommunikation jedoch eingeschränkt. Sie können ihren Interaktionspartnern oftmals kaum oder gar nicht vermitteln, was sie ausdrücken wollen und sind auf eine Unterstützung angewiesen, um Kommunikation aktiv zu erleben und zu erfahren!

Unterstützende Kommunikationshilfen gibt es viele. So sind z.B. Miniaturgegenstände, Bilder und Symbole als Zeigeobjekte nicht aus unserer Schule wegzudenken. Auch Gebärden gehören mittlerweile zu unserem Schulalltag.

Neben diesen nichtelektronischen Kommunikationshilfen gibt es auch elektronische Hilfen zur Kommunikation.

Seit einigen Jahren ist es uns möglich, unseren Schülern und Schülerinnen eine breite Auswahl schulinterner elektronischer Geräte anzubieten  – um diese im Alltag und Unterricht zu etablieren, sowie um effizient diagnostisch tätig zu werden.

Nicht zuletzt durch dieses „diagnostische Inventar“ sind mittlerweile 24 SchülerInnen mit ihren eigenen Hilfen versorgt, welche über Kommunikationsordner bis hin zu komplexen elektronischen Hilfen reichen.

UK als fester Bestandteil unseres Schulalltags erkennt man z.B. wenn ein fröhliches „Guten Morgen“ nach Knopfdruck ertönt, Freizeiterlebnisse mit Hilfe synthetischer Stimmen versprachlicht und Wünsche mittels Kommunikationsordner per Fingerzeig verdeutlicht werden. Darüber hinaus hat UK auch in unser Kurssystem Einzug gehalten, indem z.B. in den Unterstufen ein Stationenlauf für Schüler und Schülerinnen mit schwersten Behinderungen angeboten wird.

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Eindrücke aus dem "unterstützten" Lesekurs der Unterstufen...

Neben festen „Bücherwurm-Pausen“ gab es eine UK-AG im letzten Jahr und soll es auch im kommenden Schuljahr wieder geben.

Unsere Angebote und Hilfsmittel sind vielfältig – und sollen im folgenden unter Berücksichtigung einzelner fachspezifischer Aspekte kurz dargestellt werden:

Nichtelektronische Kommunikationsformen

Als nichtelektronische Kommunikationsformen werden körpereigene Kommunikationsmöglichkeiten (Gestik,  Mimik, Blickrichtung – aber auch Geruch u.ä.) sowie Gebärden, Bilder und Symbole bezeichnet.

Gebärden

Sie können als sprachbegleitende oder sprachersetzende Kommunikationsform, unterstützt durch Mimik, eingesetzt werden (siehe auch der Link: Gebärden).

Kommunikationstafeln und Kommunikationsordner

Kommunikationstafeln  ermöglichen Mitteilungen über das Zeigen von Fotos, Bildern oder Symbolen sowie auch „Miniatur“-Gegenständen und beziehen sich damit auf spezifische Inhalte.

Während hier nur eine begrenzte Anzahl an Äußerungen möglich werden, umfasst der sogenannte Kölner Kommunikationsordner eine auf mehreren Seiten und  mithilfe von Boardmaker-Symbolen dargestellte Vielzahl von Äußerungen, die über die bloße Benennung von etwas hinausreichen. Er soll im folgenden Exkurs kurz dargestellt werden:

EXKURS: Die Bedeutung von Kern- und Randvokabular

Hinsichtlich der Vokabularauswahl bieten Kommunikationshilfen nur eine begrenzte Anzahl an Aussagen. Hier stellt sich seit einigen Jahren im Bereich der UK vermehrt die Frage, welche Worte bereitgestellt werden sollen. Eine sinnvolle Orientierungsgrundlage bietet die Einteilung der „gesprochenen“ Alltagskommunikation in das sogenannte Kern- und Randvokabular. Unter dem Kernvokabular werden die im Alltagssprachlichen am häufigsten gebrauchten Wörter zusammengefasst. Hierbei handelt es sich primär um „kleine“ bzw. Funktionswörter wie z.B. Pronomen, Konjunktionen, Hilfsverben, Adverbien. Mit Hilfe dieser situationsunabhängigen Wörter lassen sich vielfältigen Aussagen machen.

Als Randvokabular werden daneben vorrangig Inhaltswörter bezeichnet (Substantive, Verben, Adjektive), die einen differenzierten Austausch über spezifische Themen ermöglichen.

Der Kölner Kommunikationsordner greift auf diese Vokabularauswahl zurück. In seinem einheitlichen Aufbau ermöglicht er durch die Kombination von Kern- und Randvokabular eine Vielzahl effektiver Aussagen, indem das Äußern von thematisch eher unspezifischen Kommentaren, Wünschen und Fragen sowie themenspezifischen Aussagen möglich wird.

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Kommunikationstafel mit Miniaturgegenständen zur „gedanklichen“ Vorwegnahme von Ess- und Pflegezeiten

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Kölner Kommunikationsordner

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Mithilfe ihres Ordners erzählt Angelique, dass gerade die Zimmer und Betten der Klassenfahrt eingeteilt wurden.

Einfache elektronische Kommunikationshilfen I

Spielzeug

„Reagierende“ Spielzeuge eignen sich sehr gut zur unterstützenden Kommunikation.

So ermöglicht z.B. der ALL-TURN-IT-SPINNER die Teilnahme bei Würfel- oder ähnlichen Spielen – oder bei der Erarbeitung verschiedener Unterrichtsinhalte.

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Auf dem Stundenplan steht „Gebärden – Wir sprechen mit den Händen“. Dabei schauen die Schüler gespannt auf den All-Turn-It-Spinner, dessen Deckblatt Bilder rund um das Thema Mittagessen zeigt. Nacheinander bedienen die Schüler das Gerät und gebärden den Inhalt des Bildes, auf das der Zeiger zeigt.

Bücherwurm

Beim Bücherwurm handelt es sich um ein Vorlesegerät, das Bücher mit bis zu 32 Seiten per Tastendruck in sprechende Bücher verwandeln kann. Auf 4 Ebenen können so vier Bücher mit einer jeweiligen Speicherkapazität von 8 min aufgenommen werden.

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Mithilfe des Bücherwurms kann auch Steffi Bilderbücher vorlesen...

 

Beim sog. ADAPTIERTEN SPIELZEUG handelt es sich um batteriebetriebene Spielgeräte, die an einen Taster angeschlossen werden. Mit ihnen kann eindrücklich das Ursache-Wirkungs-Prinzip vermittelt werden.

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Einfache elektronische Kommunikationshilfen II

Adaptionshilfen

Zu den Adaptionshilfen zählen u.a. BATTERIEUNTERBRECHER, welche die Bedienung von batteriebetriebenem Spielzeug über eine externe Taste ermöglichen.

Batterieunterbrecher mit Zeitschaltuhr - daneben gibt es die Adaptionshilfe POWERLINK, der elektrische Geräte über eine extern geschaltete Taste steuert.

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Hierbei können Ursache-Wirkungs-Prinzipien verdeutlicht sowie die Einbindung in soziale Aktivitäten (z.B. den Fön oder aber in der Küche den Quirl bedienen) ermöglicht werden.

 

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Tim verschafft mithilfe des Powerlinks frischen Wind im Unterricht.

Kommunikationshilfen mit Sprachausgabe

GoTalkOne bzw. Talking Photo Card

Bei dem GoTalkOne bzw. der Talking Photo Card handelt es sich um ein Eintastengerät für eine einzelne Aussage mit einer Länge von bis zu 10 Sekunden. Da es eine sehr kostengünstige Hilfe ist, dient er sehr häufig als „Mitteilungsorgan“ zwischen Elternhaus und Schule – und als „Sprungbrett“ zu einer komplexeren Hilfe.

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Sofie hat zur Anbahnung von Ja/Nein  Talking Photo Cards an ihrem Rollstuhl befestigt.

 

Step-by-Step

Der Step-by-Step- Communicator ist ebenfalls ein Eintastengerät, das allerdings mehrere Aussagen hintereinander speichern kann (insgesamt 75 sek Speicher). Damit eignet er sich insbesondere für sog. „Plauderpläne“.

Es gibt Geräte mit einer Ebene sowie Geräte mit drei voneinander getrennten Vokabularebenen.

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Mithilfe der 2 Step-by-Steps erzählt Steffi munter von ihren Erlebnissen zu Hause.

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Kommentar

Super-Talker

Der SuperTalker ist eine „einfache“ Kommunikationshilfe, die sehr flexibel eingesetzt werden kann. Er ermöglicht 8 getrennte Vokabularebenen, die entweder mit 1, 2, 4 oder 8 Tasten belegt werden können (insg. 8 min Speicher).

Neben der Sprachausgabe ermöglichen außerdem 2 Schaltausgänge die Aktivierung von externen Geräten, wie z.B. Spielzeug.

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Während Steffi mithilfe ihres SuperTalkers den Stundenplan vorliest...

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... gibt Canzu kund, ob sie nach dem Frühstück zur Toilette muß oder direkt in die Pause gehen kann.

 

Die „Go-Talk – Familie“

 GoTalk 9 und GoTalk9+

Bei dem GoTalk 9 sind mit seinen 9 Feldern und 4 Ebenen insg. 36 Aussagen möglich (insg. 6 min Speicher). Ebenso wie beim Supertalker kann jede Ebene durch ein eigenes Deckblatt bebildert werden.

Der GoTalk9+ ist der Nachfolger des GoTalk9. Er verfügt über 5 Vokabularebenen sowie drei Extratasten für oft benötigte Aussagen und speichert bis zu 48 Aussagen.

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GoTalk20+

Der GoTalk20+ ist das komplexeste Gerät der GoTalk-Familie. Er bietet mit seinen 20 Tasten und 5 Vokabularebenen sowie den 5 Extratasten für ebenunabhängige Äußerungen die meisten Aussagemöglichkeiten.

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Dennis spielt das Spiel „Ich sehe was, was Du nicht siehst…“.

Komplexe elektronische Kommunikationshilfen

Chat-Box

Die ChatBox ermöglicht einen Einstieg in die Kommunikationshilfen mit Minspeak (Methode zur Kodierung von Vokabular), indem die Aussagen über Sequenzen von 2 Tasten gespeichert werden können.

Dabei können 4 bzw. 16 Felder auf jeweils 4 Ebenen unterlegt werden.

Durch die Speicherung der Aussagen in Sequenzen sind im 16-Felder-Modus somit bis zu 256 Aussagen möglich!

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Light-Talker und MinTalker

Der LightTalker und  der MinTalker können als „kleiner“ Sprachcomputer bezeichnet werden. Sie  stellen zwei verschiedene Minspeak-Vokabulare mit einer Tastenbelegung von 15 bzw. 32 Feldern zur Verfügung. Dabei speichern sie Mitteilungen natürlicher Sprache – bei 15 Feldern bis zu 200 und bei 32 Feldern bis zu 500 Aussagen!  Das durch Berührung zu steuernde Farbdisplay ermöglicht ein wechselndes und damit variabel zu gestaltendes Deckblatt. Dies bietet im Gegensatz zu einem statischen Display die Möglichkeit einer individuellen Unterlegung einzelner Felder oder auch ganzer Themenseiten.

Eine wesentliches Unterscheidungsmerkmal der beiden Talker liegt in der geringeren Größe sowie Gewicht des LightTalkers im Vergleich zum MinTalker.

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LightTalker                           MinTalker

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Kubilay berichtet mit Hilfe seines LightTalkers von seinem erlebnisreichen Wochenende.

 

SmallTalker und XL-Talker

Der SmalTalker  und der XL-Talker sind komplexe Sprachcomputer mit dynamischen Farbdisplay und synthetischer Sprachausgabe. Sie stellen die Minspeak-Vokabulare ABC 45, die Quasselkisten 15 und 45 (Quasselkiste 60 zudem beim SmallTalker) sowie die Wortstrategie 84 zur Verfügung. Da durch die synthetische Sprachausgabe auch Buchstabierungen möglich sind, ist das darstellbare Vokabular unbegrenzt.

Ebenso wie beim Light- und MinTalker unterscheiden sich der Small- und XL-Talker im wesentlichen in ihrer Größe und ihrem Gewicht – und der Verfügbarkeit der Quasselkiste 60, die nur der SmallTalker anbietet.

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Stolz berichtet mir Dennis mithilfe seines SmallTalkers von seinen Wochenderlebnissen.

 

Diese wenigen Beispiele zeigen, dass UK an unserer Schule nicht mehr wegzudenken und ein wesentliches Moment unseres Alltags geworden ist !

Um Anregungen zu erhalten und Fragen zu klären, findet eine regelmäßige Sprechstunde zum Thema „Unterstützte Kommunikation“ statt. Ansprechpartnerinnen sind in erster Linie Frau Ollesch und Frau Heinbach, sowie Frau Schmitz!

Autorin: Susanne Schmitz


Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 11. Juli 2010 um 12:58 Uhr