Umwelt

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Thema: Umwelt - Worum geht es ?

Umweltschule in Europa ist ein internationales Projekt, das 1990 unter dem Namen „ECO-SCHOOLS“ gegründet worden ist. Es geht dabei um das Engagement, Schule und Schulumfeld umweltverträglicher zu gestalten.

Daran soll sich die gesamte Schule (Schüler, Lehrkräfte, nicht pädagogisches Personal, Eltern, außerschulische Partner) beteiligen. Dies ist eine Voraussetzung für die Beteiligung am Projekt und Kriterium für die Bewertung. Weiter gehören dazu ein langfristig angelegtes Konzept, gelungene Öffentlichkeitsarbeit und überzeugende Dokumentation. Es geht nicht um kurzfristige Erfolge, sondern um dauerhafte Veränderungen  

Für die Kampagne „1998 – 2000“ hatte unsere Schule sich erstmals zur Teilnahme entschlossen und sich vorgenommen, ihre Umweltverträglichkeit in den beiden nachfolgenden Bereichen zu verbessern.

„Schule zum Wohlfühlen“       „Mülltrennung / Müllvermeidung“

Dabei wurde zunächst der Ist-Zustand zum Projektbeginn festgestellt und anschließend folgende Ziele konkret ins Auge gefasst.

 

Schule zum Wohlfühlen

Der Bereich der Freizeit spielt in unserer Schulform (Ganztagsschule) eine große Rolle. Das Schulgelände war in den letzten Jahren in einigen Teilbereichen umgestaltet worden. Dieser Prozess sollte im Projektzeitraum konzentriert weitergeführt werden:

-  Die Torwand des Ballspielplatzes war eine hässliche Betonmauer, die selbsternannten "Künstlern" neben den Schulmauern als Betätigungsfeld diente. Diese Mauer sollte als Gemeinschaftsprojekt in eine Tribünenszene umgestaltet werden.

-    Ende der 80er war von einer ehemaligen Kollegin ein Teich angelegt worden, der danach in eine Art "Dornröschenschlaf" gefallen war, da sich dort auch keine Aufenthaltsmöglichkeiten für Schüler befanden. Dieser Teich soll rekultiviert und als Ruhebereich der Allgemeinheit wieder zugänglich gemacht werden.

-     In einem separaten Bereich des Schulhofes befand sich eine Grünfläche, die außer einer alten Wippe und einem verkommenen Sandkasten keine Anreize für die jüngeren Schüler bietet. Durch die Anlage eines Weidenrutentunnels und zweier Weidenrutenzelte sollte die Attraktivität dieses Bereiches gesteigert werden.

-     Eine bisher asphaltierte, ca. 200 qm große Fläche des Schulhofes soll durch Abtragen des Asphalts entsiegelt werden. Große Steinquader sollen dort angehäuft und das Gelände mit Rindenmulch abgedeckt werden. Der so entstandene Steinspielplatz soll eine Art Treff- und Bewegungsfläche für alle sein.

Mülltrennung und Müllvermeidung

Einzelne Klassen hatten schon in früheren Jahren im Rahmen der Unterrichtsarbeit zeitweise begonnen, Müll zu trennen und der Wiederverwertung zuzuführen.

-  Durch die Einrichtung zentraler Müllsammelstellen für Glas, Papier, Organischer Müll, "Grüner Punkt", Korken, Batterien und Wachs allen Klassen ermöglicht werden. Die Entsorgung ins Sammelsystem der Stadt Gladbeck ist durch die Werkstufe, die Pflege und Umsetzung der Kompostierungsstelle durch die Oberstufe übernommen worden.

-    Die Umstellung auf Recyclingpapier im Unterrichts- und Verwaltungsbereich war schon länger angedacht, bisher aber noch nicht umgesetzt worden. Dies soll neben der Anschaffung eines energiesparenden Kopierers endlich realisiert werden. Sammelbehälter sollen dann auch im Verwaltungstrakt aufgestellt werden.

Projektverlauf

Nach dem Aufgreifen der Idee wurde in informellen Gesprächen mit interessierten KollegInnen, der Schulleitung und dem Hausmeister ein Brainstorming über Möglichkeiten der Umsetzung des Projektes an unserer Schule durchgeführt.

Diese dann strukturierten Vorschläge wurden zunächst der Lehrerkonferenz und anschließend der Schulpflegschaft vorgestellt. Beide Gremien stimmten einer Beteiligung unserer Schule an diesem Projekt zu. Auch unser Schulträger, das Bischöfliche Generalvikariat Essen, gab seine Zustimmung.

In einer kleinen Koordinierungsgruppe wurden die gesammelten Ideen aufeinander abgestimmt und ein grober Zeitrahmen festgesetzt. Die einzelnen Klassen und Stufen übernahmen dann die Verantwortung für die Durchführung der Teilprojekte innerhalb der beiden Gesamtprojekte.

Der Fortgang der einzelnen Aktionen und deren Dokumentation lag auch in den Händen der einzelnen Gruppen. Die Koordinierungsgruppe überwachte den Gesamtablauf und mahnte vereinzelte Verzögerungen an. Das Projekt wurde im gesamten Zeitraum regelmäßig auf den Lehrerkonferenzen thematisiert.

Die einzelnen Klassen und Stufen begannen zu unterschiedlichen Zeiten mit ihren Projekten

-  Im Herbst 1998 hat die Vorstufe (6-8-jährige) gespendete Blumenzwiebeln in allen Grünflächen der Schule verbuddelt, die in den Frühjahren 1999 und 2000 zu einer deutlichen Verschönerung führten.

-   April bis Juni 1999 wurde von der Unterstufe das Teichprojekt durchgeführt, wobei neben der Rekultivierung auch Sachthemen wie "die Entwicklung vom Laich zum Frosch" mit einbezogen wurden.

-   April bis Juni '99 war der Zeitraum, in dem die Oberstufe die Turnhallenwand mit Hilfe von Eltern und Kollegen als Tribüne gestaltete

-   Im Frühjahr 1999 wurde von der Oberstufe die Kompoststelle im Schulgarten eingerichtet. Seit dem Sommer 1999 wird sie in regelmäßigen Abständen umgesetzt und geleert.

-    Im Herbst 1999 wurde von den Mittelstufen der Spielgarten durch den Aufbau der Weidenrutenanlagen aufgewertet, Hier war im Frühjahr 2000 eine Überarbeitung notwendig, da nur ein Teil der Weidenruten angegangen war.

-   Im Herbst 1999 hat die Werkstufe die Zentralen Müllsammelstellen eingerichtet und alle Klassen über deren Nutzung ausführlich informiert. Seitdem hat diese Klasse in Zusammenarbeit mit den Zivis die regelmäßiger Leerung übernommen.

-  Im Frühjahr 2000 haben die Oberstufen in Zusammenarbeit mit Eltern eine größere Asphaltfläche freigelegt und dort einen Steinspielplatz angelegt.

Insgesamt waren alle Klassen und Stufen, in das Projekt eingebunden. Hinzu kamen Schulleitung, Schulverwaltung (Sekretariat, Hausmeister, Zivildienstleistende), LehramtsanwärterInnen mit eigenen Unterrichtsreihen, Eltern (z.T. mit ihren beruflichen Qualifikationen), ortsansässige Firmen und private Spender, unser Förderverein, Schul- und Baudezernat des Bischöflichen Generalvikariats Essen.

Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Vorhaben

-     Beim Projekt Müllstationen konnten nicht an allen geplanten Stellen die Sammelstationen eingerichtet werden. Die Beschränkung auf einzelne zentrale Stationen funktioniert dennoch zufriedenstellend.

-     Nach Fertigstellung der Turnhallenwand kamen in den Sommerferien '99 die "Sprayer" wieder, die Enttäuschung unserer Schüler war sehr groß.

-     Kurz nach Einrichtung der Ruhezone am reaktivierten Schulteich wurde dieser auch von unerwünschten außerschulischen Gruppen benutzt und es kommt weiterhin noch zu Beschädigungen und Zerstörungen.

-     Im Spielgarten ist beim ersten Versuch nur ein Teil der Weidenruten angeschlagen, eine zweite Aktion im Frühjahr 2000 wurde notwendig.

Möglichkeiten der Finanzierung

Bittbriefe an Banken und Sparkassen für die Unterstützung einzelner Vorhaben, Sachspenden befreundeter Unternehmen (Teichprojekt), kostenlose Bereitstellung von Material und Werkzeug/Maschinen durch Eltern (Turnhallenwand, Steinspielplatz), Vorzugspreise beim Einkauf, Zuschüsse des Fördervereins, Stellung von Arbeits- und Maschinenkraft durch Eltern/Großeltern, Eigenleistungen der Eltern, des Kollegiums, der Schülerschaft sowie der anderen Beschäftigten in der Schule. Durch einzelne Spenden konnten Teilprojekte (z.B. den Steinspielplatz) großzügiger angelegt werden als zunächst geplant.

Durch die Ausrichtung unseres Unterrichts auf Vorhaben und Projekte wurde der Schulbetrieb innerhalb des Projektzeitraumes kaum negativ beeinflusst. Im Gegenteil war durch die Beteiligung am Projekt eine Art Impulsgebung in den verschiedenen Klassen spürbar, Themen aus diesem Bereich in die Unterrichtsarbeit einzubeziehen.

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. Februar 2011 um 18:38 Uhr