Die BPS stellen sich vor

Die BerufsPraxisStufen stellen sich vor!

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Die BerufsPraxisStufen stellen sich vor!

Wir, das sind die erwachsenen Schüler und Schülerinnen der Jordan-Mai-Schule, wollen allen einen kleinen Einblick in unseren Schulalltag geben. Da wir uns in den letzten beiden Schuljahren auf das Berufsleben vorbereiten, sieht ein Schultag bei uns anders aus, als in den übrigen Klassen. Fast jeden Tag arbeiten die SchülerInnen der BPS 1 und der BPS 2 nicht im Klassenverband, sondern in festgelegten Gruppen in den verschiedenen Werkstätten und Projekten. An zwei Tagen in der Woche wird in vier verschiedenen „Werkstätten“ produziert. Ein halbes Jahr lang kann hier jeder Schüler bzw. jede Schülerin Einblick in die verschiedenen Tätigkeiten eines Arbeitsablaufes erlangen, seine Fähigkeiten erkennen, neu erlernen oder sich mit seinem Können und Wissen einbringen. Nach dem halben Jahr wählen die SchülerInnen eine neue „Werkstatt“, um möglichst alle angebotenen Bereiche kennen zu lernen.

Hier die Kerzenwerkstatt. Aus Wachswürfeln und heißem Wachs oder auch aus Eisstückchen entstehen farbige Kerzen mit Hilfe von Gießformen. Auch Tauchkerzen werden hergestellt. Wichtiger Eigenschaften für diese Arbeiten sind  Ausdauer und das  feinmotorische Geschick beim Füllen der Formen, Spannen und Schneiden der Dochte. Die Farbenvielfalt und die Formenauswahl lassen immer wieder neue Kerzenkreationen entstehen. Mittlerweile haben wir schon richtige Kerzenexperten, die unsere Kreationen zu einem Verkaufsschlager gemacht haben.

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In der Holzwerkstatt geht es mit seinen elektrischen Maschinen doch teilweise etwas lauter zu. Die Musik aus dem Radio soll eine entspannte Arbeitsatmosphäre schaffen. Sie täuscht aber nicht über den anspruchsvollen Umgang mit den Werkzeugen und Geräten hinweg, die von allen Schülern beachtet werden müssen, um Verletzungen oder Unfälle auszuschließen. Auch der sachgerechte Gebrauch von Farben und Lacken sollte bekannt sein oder erlernt werden, damit nicht nur für unseren Nikolausmarkt attraktive Produkte entstehen können. „Wo gehobelt wird, da fallen Späne!“ Dieses Sprichwort ist in unserer Werkstatt wörtlich zu nehmen. Wer saubere Hände behalten will, hat hier freilich nichts zu suchen. Die Wege bis zu einem fertigen Werkstück sind verschieden, aber für jeden kann eine passende Tätigkeit gefunden werden. Am Ende stehen der Stolz und die Freude über das entstandene Produkt im Vordergrund und nicht die anstrengende, ungewohnte Tätigkeit.

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Jetzt zu unserer Wäsche- und Nähwerkstatt. Wir bügeln nicht nur aus, was in der Kerzenwerkstatt danebengegangen ist, sondern wir kümmern uns auch um die gesamte Schulwäsche. So ist mittlerweile ein kleiner Wäscheservice entstanden. Die Schmutzwäsche wird regelmäßig eingesammelt, gewaschen, getrocknet, evt.  repariert, gemangelt, gebügelt, gefaltet, einsortiert und wunschgemäß wieder an die einzelnen Klassen verteilt. Über Wäschepflege und den Gebrauch der verschiedenen Geräte wie Mangel, Bügeleisen, Waschmaschine, Trockner usw. lernen die SchülerInnen die wichtigsten Grundkenntnisse, um möglichst selbständig und verantwortungsbewusst ihre Aufgaben erledigen zu können.

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Die vierte Werkstatt beinhaltet drei verschiedenen Bereiche: Schulkiosk – Brötchenservice – Papierwerkstatt. Neben den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten bei der Vorbereitung des Kiosk und des Brötchenservice, die natürlich unter besonderen hygienischen Bedingungen erledigt werden müssen, spielt auch der Umgang mit Geld beim Einkauf und der Abrechnung der Einnahmen eine wesentliche Rolle. Der Service an der Kundschaft hat einen hohen Stellenwert. Alle Sonderwünsche werden genauestens berücksichtigt, damit die Zufriedenheit über das  Angebotene so rentabel ist, dass man einen kleinen Gewinn erwirtschaften kann. In der Papierwerkstatt geht es eher künstlerisch und kreativ zu. Mit viel Fleiß werden unterschiedliche Grußkarten entsprechend der Saison hergestellt und bei entsprechenden Anlässen verkauft.

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Für alle unsere Werkstätten gilt als oberstes Ziel ein möglichst selbständiges, verantwortungsvolles Handeln in einem überschaubaren Arbeitsbereich über einen längeren festgesetzten Zeitraum anzustreben. Wir hoffen, den jungen Erwachsenen damit eine Basis für ihr späteres Berufsleben zu schaffen. Das gesteigerte Selbstwertgefühl über die erreichte Leistung ist Dank des erlernten fachlichen Wissens eine gute Grundlage für das Erwachsen werden.

Im nächsten Halbjahr berichten wir von unserem Praktikum in der Caritas – Werkstatt oder dem öffentlichen Arbeitsmarkt und unserer Projektarbeit.

Das BPS - Team

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 20:37 Uhr